Infothek

Nützliche Tipps & Tricks rund um das Thema Wein

 

Wie soll ich meinen Wein lagern...?

Der Korken geht nicht aus der Flasche - was tun...?

Welche Weingläser sind die besten...?

Solche und andere Fragen bzw. Problemchen - kennen Sie die auch...?

 

Wir möchten Ihnen hier ein paar nützliche Tipps und Tricks verraten, um unsere Weine perfekt genießen zu können.

Richtiges Werkzeug

Zum Öffnen einer mit Naturkork oder Kunstoffstopfen verschlossenen Weinflasche empfehlen wir einen Korkenzieher mit hohler Spindel. In den Hohlraum der Spindel, die sog. „Seele" des Korkenziehers, sollte mindestens ein Streichholz passen. Am besten geeignet ist ein einfaches Kellnermesser, in das meist noch ein Kapselschneider integriert ist.


Gute Weingläser

Um einem Wein das volle Potential zu entlocken ist die Wahl des Weinglases von elementarer Bedeutung. Generell sollten Weingläser keinen sog. „gezogenen" Rand aufweisen, was man an einem leichten Wulst an der Oberkante des Glases feststellen kann. Je dünner das Glas ist, um so besser ist es. Ideal sind Gläser mit geschliffenem Rand. Weiterhin sollte die Kelchform ausreichend groß sein und generell eine sich nach oben leicht verengende Form aufweisen; auf diese Weise bündeln sich die Aromen des Weines im Glas und können nicht ungehindert entweichen.

 

Weinlagerung

Je nach Beschaffenheit eines Weines ist dieser unterschiedlich lange zur Lagerung geeignet. Tendenziell kommen hierfür besonders edelsüße Weißweine oder kräftige, tanninbetonte Rotweine in Frage. Damit der Wein jedoch keinen Schaden nimmt, sollte er unbedingt bei möglichst konstanter Temperatur (10-14°C) im Dunkeln stehend gelagert werden; d.h. keine Lagerung im Weinregal im Wohnzimmer - wo kein Kellerraum zur Verfügung steht, den Wein einfach im Karton stehen lassen.


Schwefel

Alle Weine der Welt enthalten einen geringen Gehalt an Schwefeldioxid, um den Wein vor qualitätsmindernder Oxidation zu schützen. Das Verfahren ist schon so alt, wie die Weinkultur überhaupt und schon aus der Antike überliefert. Früher verbrannte man eine definierte Menge elementaren Schwefels, dass dabei entstandene Schwefeldioxid reagierte dann mit dem Wein. Heute dosiert man das Schwefeldioxid direkt als Gas - dieses Verfahren ist sehr präzise, wodurch eine Überschwefelung quasi nicht mehr vorkommen kann. Laut einer ab dem Jahr 2005 gültigen EU-Verordnung enthalten alle Weinetiketten auch den entsprechenden Hinweis „enthält Sulfite".


Weinstein - kein Grund zur Panik...

Als sog. Weinstein bezeichnet man das Calciumsalz (Calciumtartrat) oder Kaliumsalz (Kaliumhydrogentartrat), welches sich je durch eine Verbindung von Weinsäure mit Kalzium oder Kalium (beide Minerale sind in Wein reichlich vorhanden) in der Flasche bilden kann. Weinstein kommt besonders häufig bei Weinen aus spät gelesenen Trauben wie Beerenauslesen oder Eisweinen vor. Er scheidet sich in Form von kleinen Kristallen, Stäben und Blättern aus. Eine besondere Form ist der ganz feine Weinstein, der sich bei Erschütterung aufwirbelt. Finden Sie solche Kristalle in Ihrem Wein, so ist das kein Grund zur Aufregung. Durch vorsichtiges Ausgießen in ein Glas verbleiben die Kristalle in der Flasche und dem unbeeinträchtigten Weingenuss steht nichts mehr im Wege.


Rotwein richtig genießen

Generell möchten wir Sie ermutigen, Ihren Wein ganz so zu genießen, wie es Ihnen Freude macht. Pauschale Aussagen wie "Rotwein muss Zimmertemperatur haben" etc. sind heute nicht mehr gültig - was schmeckt ist erlaubt. Nichts desto trotz empfehlen wir für unsere Rotweine:
- leichte Rotweine können auch gekühlt getrunken werden (14-16°C)
- schwere, etwa im Barrique ausgebaute und sehr farbintensive sowie tanninreiche Rotweine sollten nach dem Öffnen der Flasche in eine sog. Dekantierkaraffe gegeben werden. Durch den Kontakt des Weines mit dem Luft-Sauerstoff wird dieser samtiger und reifer und kann oft erst seine volle Aromatik entfalten.